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Neue Folge des LKZ-Podcast NewsCouch
Neue Landtagsabgeordnete Meike Günter und Lukas Tietze setzen auf Aufbruch

Meike Günter und Lukas Tietze auf der NewsCouch im Gespräch mit Ulrike Trampus und Stephan Wolf.
Meike Günter und Lukas Tietze auf der NewsCouch im Gespräch mit Ulrike Trampus und Stephan Wolf. Foto: Kevin Bitz
Die neuen Landtagsabgeordneten Meike Günter (Grüne) und Lukas Tietze (CDU) sprechen über Wirtschaft, Demokratie und ihre ersten Wochen in Stuttgart.

Ludwigsburg. Mit Meike Günter von den Grünen und Lukas Tietze von der CDU ziehen zwei neue Gesichter aus dem Kreis Ludwigsburg in den baden-württembergischen Landtag ein. Im Podcast der LKZ berichteten beide von den emotionalen Momenten rund um ihren Wahlerfolg.

Tietze erinnerte sich besonders an seinen kleinen Neffen, der ihm am Wahlabend sagte: „Onkel Luki, du schaffst das.“ Für ihn sei danach schnell klar gewesen, dass mit dem Mandat auch eine große Verantwortung verbunden sei. Günter sprach ebenfalls von einem „unwirklichen Moment“, als feststand, dass sie künftig im Landtag sitzen wird. Besonders wichtig seien ihr Familie, Freunde und die Unterstützung aus den grünen Ortsverbänden gewesen.

Kein „Weiter so“ bei Grün-Schwarz

Obwohl die grün-schwarze Koalition fortgesetzt wird, sehen beide keinen bloßen Verwaltungsmodus. Sowohl Günter als auch Tietze sprechen von einem politischen „Aufbruch“. Baden-Württemberg stehe angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten, internationaler Krisen und gesellschaftlicher Spannungen vor großen Herausforderungen.

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Tietze betonte, dass der neue Koalitionsvertrag einen klaren Fokus auf Wirtschaft, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit lege. Als Wirtschaftswissenschaftler hofft er auf eine Mitarbeit im Arbeitskreis Wirtschaft. Besonders wichtig seien ihm Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungsverfahren.

Unternehmen sollen schneller gegründet werden

Ein zentrales Vorhaben der neuen Landesregierung ist die Vereinfachung von Verwaltungsprozessen. Unternehmen sollen künftig innerhalb von 48 Stunden gegründet werden können. Außerdem soll eine sogenannte „One in, two out“-Regel dafür sorgen, dass neue Vorschriften nur eingeführt werden, wenn gleichzeitig alte Regelungen wegfallen.

Für Tietze ist klar: „Baden-Württemberg war immer das Land der Tüftler und Denker.“ Innovation dürfe nicht an Bürokratie scheitern. Der Koalitionsvertrag enthalte deshalb klare Bekenntnisse zum Industriestandort, zur Automobilbranche und zum Mittelstand.

Bildung und soziale Teilhabe im Fokus

Günter sieht ihre Schwerpunkte vor allem in der Sozial- und Bildungspolitik. Besonders wichtig sei ihr das geplante beitragsfreie letzte Kita-Jahr. Dieses könne helfen, Kinder besser auf die Schule vorzubereiten und Defizite frühzeitig zu erkennen.

Gerade mit Blick auf Bildungsgerechtigkeit sei es entscheidend, allen Kindern ähnliche Startchancen zu ermöglichen. Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Finanzierung gemeinsam mit den Kommunen geklärt werden müsse.

Sorge über Rolle der AfD

Mit Blick auf die neue Zusammensetzung des Landtags äußerten beide auch Sorgen über den wachsenden Einfluss der AfD. Tietze betonte, dass CDU und Grüne gemeinsam Verantwortung übernehmen müssten, um demokratische Lösungen zu liefern. Gute Politik müsse konkrete Probleme lösen und Vertrauen zurückgewinnen.

Auch Günter erwartet härtere Debatten im Parlament. Umso wichtiger sei ein verlässliches Miteinander der demokratischen Fraktionen.

Starke Verbindung zum Wahlkreis

Trotz der neuen Aufgaben in Stuttgart wollen beide den engen Kontakt zur Region halten. Tietze verwies auf seine kommunalpolitische Erfahrung als Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister. Günter betonte ebenfalls, wie wichtig ihr die Nähe zu den Menschen im Wahlkreis sei.

Am 12. Mai konstituiert sich der neue Landtag, einen Tag später soll Cem Özdemir zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Beide kündigten an, die neue grün-schwarze Regierung mitzutragen.

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