Ludwigsburg. Ein weiterer wichtiger Schritt bei der Modernisierung des Hybrid-OPs am Klinikum Ludwigsburg ist geschafft: Nachdem der Operationssaal in den vergangenen Monaten baulich vorbereitet wurde, sind nun die Gerätekomponenten der neuen Hybrid-OP-Anlage angeliefert worden, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. In den kommenden Wochen werden die einzelnen Komponenten, Schaltschränke und weitere technische Einrichtungen sukzessive eingebaut, miteinander verbunden und anschließend getestet.
Die Anlieferung der neuen Medizintechnik stellte alle Beteiligten noch einmal vor eine besondere logistische Herausforderung. Die einzelnen, teilweise sehr schweren Gerätekomponenten wurden über einen Lastenaufzug auf die OP-Ebene und dort in den neuen Hybrid-OP gebracht. Da in einzelnen Operationssälen zu diesem Zeitpunkt operiert wurde, mussten die Abläufe genau koordiniert und strenge hygienische Vorgaben eingehalten werden.
„Die Anlieferung und der Einbau einer solchen Anlage müssen bis ins Detail geplant werden. Transportwege, Gewichte, technische Voraussetzungen und Hygiene greifen dabei unmittelbar ineinander. Gleichzeitig musste sichergestellt werden, dass der laufende OP-Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird“, erklärt Kalahtheevan Thuraisingham, Projektleiter der Abteilung Bau und Technik.
Moderne Technik für komplexe Gefäßeingriffe
Ein Hybrid-OP verbindet einen vollwertigen Operationssaal mit leistungsfähiger Bildgebung. Dadurch können offene Operationen und minimalinvasive Katheterverfahren miteinander kombiniert und Behandlungsergebnisse bereits während eines Eingriffs bildlich kontrolliert werden. Zum Einsatz kommt diese Kombination unter anderem bei Aussackungen der Bauch- und Brustschlagader, sogenannten Aneurysmen, bei komplexen Durchblutungsstörungen und bei akuten Gefäßverschlüssen.
Die bisherige Anlage war im Juli nach vielen Jahren im Einsatz ausgebaut worden. Während der gesamten Umbau- und Installationsphase läuft die gefäßchirurgische Versorgung nahtlos weiter. Hierfür wurde ein anderer Operationssaal vorübergehend mit einem leistungsfähigen Leihgerät ausgestattet. Die etablierten Eingriffe können dort weiterhin durchgeführt werden, auch die gefäßchirurgische Notfallversorgung steht rund um die Uhr zur Verfügung.
Erste Operationen zum Jahresende geplant
Bis Ende November sollen die Montage der neuen Anlage und die erforderlichen Tests abgeschlossen sein. Läuft alles nach Plan, kann der erste OP-Betrieb mit der neuen Technik Ende November oder Anfang Dezember aufgenommen werden, heißt es in der Mitteilung. Rund 1,3 Millionen Euro investiert die RKH Gesundheit in die neue Medizintechnik, hinzu kommen knapp 200.000 Euro für die Baumaßnahmen. (red)



