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Protest

Petition: Fast 3500 Unterschriften gegen die geplante Klärschlammanlage in Walheim gesammelt

Als großen Erfolg wertet die Bürgerinitiative „Bürger im Neckartal“ ihre Online-Petition gegen die Klärschlammverwertungsanlage, die die EnBW auf ihrem Kraftwerksgelände am Neckar in Walheim bauen möchte. Innerhalb eines halben Jahres wurden 3464 Unterschriften gesammelt.

Auf ihrem Kraftwerksgelände in Walheim will die EnBW am Neckar eine Klärschlammverwertungsanlage bauen. Archivfoto: Alfred Drossel
Auf ihrem Kraftwerksgelände in Walheim will die EnBW am Neckar eine Klärschlammverwertungsanlage bauen. Archivfoto: Alfred Drossel

Walheim. Die Onlinepetition gegen die Pläne der EnBW, auf ihrem Kohlekraftwerksgelände in Walheim eine Klärschlammverwertungsanlage zu bauen, ist beendet. Nach einem halben Jahr Laufzeit habe man 3464 Unterschriften gesammelt. Die Initiatoren von der Initiative „Bürger im Neckartal“ werten das als einen großen Erfolg.

„Die Beteiligung der vielen Walheimer (1111) und Gemmrigheimer (1239) Bürgerinnen und Bürger zeigt die Betroffenheit und große Ablehnung der Pläne der EnBW einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage direkt am Neckarufer“, so die beiden Sprecher der Bürgerinitiative (BI). Die Unterschriften würden der BI, aber auch den direkt betroffenen Gemeinderatsgremien Rückenwind für ihre ablehnenden Beschlüsse geben. Wie berichtet, hatten sich Gemmrigheim, Kirchheim und Besigheim der Resolution des Walheimer Gemeinderats gegen den Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage am Neckar angeschlossen.

Gegner führen viele Gründe gegen die Anlage auf

Die Gründe, die gegen die Pläne der EnBW sprächen, seien vielfältig, betonen die Sprecher der Initiative. Sie führen Emissionen, Geruchs- und Lärmbelästigung oder Verkehrsbelastung an, eine nachhaltige Vereinbarkeit von Mensch und Umwelt im engen Neckartal direkt am Flussufer und gegenüber den Weinberg-Steillagen oder den Wunsch einer umfassenderen Gemeindeentwicklung in Walheim für mehr urbanes Wohnen mit einem Mix aus Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen.

Gerichtsentscheidung steht aus

Die EnBW hält derweil weiter an ihren Bauplänen fest, die sie im Spätsommer oder Frühherbst beim Regierungspräsidium Stuttgart als Genehmigungsbehörde einreichen will. Noch offen ist ein Normenkontrollantrag der EnBW beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim gegen die Veränderungssperre, die der Walheimer Gemeinderat für das Kraftwerksgelände erlassen hatte. Zuletzt hatte im April eine Dialogrunde stattgefunden. Eingeladen hatten die Landtagsabgeordneten Tobias Vogt (CDU) und Tayfun Tok (Grüne) dazu die Gemeinderäte und Verwaltungsspitzen von Walheim, Besigheim, Gemmrigheim und Kirchheim wie auch die Bürgerinitiative „Bürger im Neckartal“ und Vertreter der EnBW. Die Beteiligten lobten damals den sachlichen Austausch. Grundlegende Einigkeit konnte aber nicht erzielt werden. (red)